교포신문 : Erinnerungsreise zur Akademie Klausenhof
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2019년07월08일 00시00분 142
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Erinnerungsreise zur Akademie Klausenhof
Spannhake, Barbara - Akademie Klausenhof
 
„Vielleicht schreiben sie uns einmal, vielleicht aber kommen sie uns auch schon bald mit ihrem Chef auf Deutschland-Reise besuchen“, mit diesen Worten wurden neun Koreanerinnen vom damaligen Direktor der Akademie Klausenhof verabschiedet, denen er zuvor feierlich ihre Zeugnisse der „Höheren Handelsschule“ überreicht hatte.
 
42 Jahre später sitzen mir vier von ihnen gegenüber und erzählen mir alle durcheinander ihre Geschichte.
 
Eigentlich habe ich, die Autorin, Urlaub und wollte nur kurz ein paar Bücher in der Bibliothek abgeben, weil ich ohnehin im Ort, nämlich im französischen Café Crème in Dingden zum Frühstück verabredet war. Ich glaube, noch einen leichten Geschmack französischer Käse aus der Dordogne auf meiner Zunge spüren zu können, und muss nun mental schnell auf „koreanisches Temperament“ umschalten. Die vier Damen sind auch gar nicht mit mir, sondern mit meinem Kollegen von der Öffentlichkeitsarbeit verabredet, aber weil ich gerade über koreanische Teilnehmende im Klausenhof schreibe, kommen sie mir nun wie ein Geschenk daher und ich kann nicht anders, als mich dazuzusetzen und die vier machen es mir leicht, denn sie sind ganz offen und zugewandt, darüber hinaus sprechen sie sehr gut Deutsch.
 
Zehn Jahre haben Frau Yoo, Frau Oh, Frau Song und Frau Seo, die sich fast alle drei Monate treffen, überlegt, einmal eine gemeinsame Erinnerungsreise nach Deutschland und zur Akademie Klausenhof zu machen, wo sie sich vor nunmehr 42 Jahren kennen gelernt haben. Sie alle kamen zwischen 1973 oder 1974 aus Südkorea nach Deutschland, um hier eine Stelle als Krankenschwester anzutreten. Sie alle hatten Drei-Jahres-Verträge und 1976 standen sie vor der Entscheidung, in Deutschland zu bleiben und oder in die Heimat zurückzukehren.
 
Diese Entscheidung fiel Ihnen gar nicht so leicht, denn eine Reintegration in den koreanischen Arbeitsmarkt war nicht unbedingt einfach: in Korea gab es viel zu viele gut ausgebildete Krankenschwestern und wenig Stellen, so dass ihre Beschäftigungschancen eher gering waren, erklärt Frau Oh und schon entbrennt eine Diskussion unter den Freundinnen, die sie auf Koreanisch führen und die ich nicht verstehe.
 
Die Arbeit in einem deutschen Krankenhaus war jedoch auch nicht eben leicht. Eher beiläufig, und da sind wir auch nur noch zu dritt, weil sich die anderen für ihre Verabredung mit einer alten Kollegin und Freundin rüsten, die in Deutschland geblieben ist und hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden hat, deutet Frau Seo an, dass die koreanischen Krankenschwestern, die mit ihrer damals dreijährigen Ausbildung in Korea über eine international anerkannte Ausbildung verfügten, dennoch so manches Mal von den deutschen Hilfsschwestern wie anzulernende Hilfskräfte behandelt wurden. Frau Seo hatte Glück, ihre Oberschwester hat in solchen Situationen eingegriffen; was sie diskret verschweigt ist, dass nicht alle koreanischen Kolleginnen solch eine Oberschwester angetroffen haben dürften.
 
Für eine Rückkehr sprach selbstverständlich auch die Sehnsucht nach zu Hause, das Heimweh, das jeder kennt, der im Ausland lebt, und auch jeder, der sich dort zu bleiben entschieden hat.
 
In dieser Situation bot sich ihnen eine dritte Option: eine Umschulung zur Fremdsprachenkorrespondentin, die ihnen in der Heimat ganz neue Berufschancen eröffnen würde: nämlich die Verbindung ihrer Erfahrung in Deutschland, mit Deutschen und der deutschen Kultur mit einer Berufsausbildung, die in Korea angewendet werden könnte. Dieses Programm sollte 22 Monate dauern und mit einer Prüfung von der Industrie- und Handelskammer enden. Finanziert wurde es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
 
So kamen die vier Damen mit ungefähr 40 weiteren Koreanerinnen erstmals zusammen. Acht Stunden Unterricht täglich bis zur Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer war schon ein hartes Pensum, aber an die verschiedenen Dozentinnen und Dozenten erinnert sich Frau Song besonders gern: das waren Persönlichkeiten. Darüber hinaus sah das Programm etliche Exkursionen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten vor und führte sie auf diese Weise in die nähere und weitere Umgebung der Region. Einen Monat haben sie im Rahmen des Programms sogar in London verbracht, um dort ihre Englischkenntnisse per Intensivunterricht zu erweitern.
 
Nicht alle vierzig Teilnehmerinnen haben durchgehalten, schlussendlich waren sie neun, die nicht nur die Handelskammerprüfung bestanden haben, sondern auch tatsächlich nach Korea zurückgekehrt sind.
 
Für die Vermittlung in Arbeit hat sich die Akademie Klausenhof damals ebenfalls eingesetzt: das Programm war 1976 im Rahmen einer Konferenz zwischen koreanischen Industriellen und Vertretern des Klausenhofs in Seoul entwickelt worden, 1978 unternahm dann der damalige stellvertretende Direktor der Akademie, Dr. Alois Becker, eine Koreareise und machte sich auch für die Einstellung der jungen Frauen stark. Frau Yoo war die erste koreanische Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Seoul, die auch Deutsch sprach. Frau Seo hatte zunächst bei der Lufthansa, später bei Siemens gearbeitet, während Frau Oh von Siemens in die Schweizer Botschaft wechselte. Frau Song hat viele Jahre bei einem deutschen Maschinenbauer gearbeitet.
 
Heute freilich sind alle vier Rentnerinnen, nur Frau Seo betreibt zusammen mit ihrem Mann noch ein Reisebüro.
 
Die vier bereuen keine ihrer Entscheidungen: weder, dass sie als Krankschwestern nach Deutschland kamen, noch, dass sie Angebot zur Umschulung angenommen haben. Es war für sie nicht nur eine wichtige Erfahrung, sondern auch eine große Chance.
 
Deutschland und den Klausenhof haben sie in guter Erinnerung: freilich sieht heute alles anders aus: sowohl in Deutschland als auch im Klausenhof. Damals waren sie noch zu zweit im Zimmer untergebracht, heute wohnen die Kursteilnehmenden in Einzelzimmern. Die alten Wohnhäuser sind modernen Gebäuden gewichen und überhaupt ist der Klausenhof gewachsen: viel größer als damals. Es gefällt ihnen. Allerdings hatten sie damals die Möglichkeit, selbst zu kochen. Während sie Frühstück und Mittagsessen im Speisesaal zusammen mit den anderen Kursteilnehmenden einnahmen, kochten sie abends in der Teilnehmerküche, die es heute nicht mehr gibt, meistens selbst und dann selbstverständlich koreanisch.
 
Heute denken sie nicht nur an Deutschland mit einer gewissen Nostalgie, sondern auch an deutsches Essen: „Eine von uns, berichten sie lachend über Frau Song, kommt jedes Jahr für drei Monate nach Deutschland, sie lebt dann hier bei einer Freundin aus dem Kurs, die in Deutschland eine Heimat gefunden hat.
 
Jetzt müssen sie aber gehen, sie sind mit einer koreanischen Freundin, die an einem anderen Projekt im Klausenhof teilgenommen hat, verabredet. Morgen müssen sie früh raus, sie wollen weiter nach Skandinavien.
 
Schade, dass die vier nicht zwei Monate später gekommen sind, dann feiern wir im Klausenhof 60jähriges Jubiläum und wir hätten sie gern als besondere Gäste willkommen geheißen.
 
Besuchen Sie uns, liebe Leserin, lieber Leser, und feiern Sie mit am 6. Juli 2019 zum Tag der offenen Tür in der Akademie Klausenhof!
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